Precision Farming
In der Praxis werden Ackerschläge nach wie vor meist einheitlich bewirtschaftet. Das bedeutet, dass eine Maschine zu Beginn der Feldbearbeitung einmal eingestellt wird, und diese Einstellung für die gesamte Bearbeitung des Feldes nicht verändert wird. Das kann, je nach Ausmaß der Bodenunterschiede zwischen den Teilschlägen, zu beträchtlichen ökonomischen oder ökologischen Nachteilen führen.
Unterschiedliche Wachstumsbedingungen innerhalb von Ackerschlägen, beispielsweise aufgrund von Bodenart, Relief oder Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, können zu einer differenzierten Entwicklung von Pflanzenbeständen und somit zu mehr oder weniger stark variierenden Ertrags- und Qualitätsschwankungen, verbunden mit nicht ausgewogenen Bodenstickstoffbilanzen, führen.
Effizienter ist eine teilschlagspezifische Bewirtschaftung. Hierbei wird die Arbeitsmaschine auf Bodenunterschiede angepasst. Dies kann manuell durch den Bediener geschehen. Die Tendenz geht allerdings zur automatischen Steuerung der Maschinen hin. Im sogenannten Precision Farming-Ansatz wird die Regelung über miteinander kommunizierende Sensorik und Motorik als zukunftsweisende Technik verfolgt.
Der Trend zu größeren Betriebseinheiten ist ungebrochen, wodurch sich eine genaue Beobachtung und damit Beurteilung der Pflanzenbestände schwieriger und aufwendiger gestaltet. Berührungslos arbeitende Sensoren können helfen dieses Problem zu überwinden. Eine automatische Dokumentation nicht nur des Wachstumszustandes sondern auch der Bearbeitungsmaßnahmen auf kleinem Raum wird hiermit möglich. So werden Produktionsprozesse bis auf Teilschlagebene nachvollziehbar (Informationsmanagement) – die Voraussetzung dafür, höchste Produkt- und Umweltqualität gewährleisten zu können.
Die hier vorgestellte Sensorik mit den zugehörigen Algorithmen ist daher nicht nur für den Landwirt als Anwender, sondern auch für die Gesellschaft und hier insbesondere für die Verbraucher von großem Nutzen.
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Was ist Precision Farming?
Hinter dem Begriff Precision Farming verbirgt sich die Zielsetzung, bei Bewirtschaftungsmaßnahmen die kleinräumigen Bestandeshetero-
genitäten innerhalb von Schlägen zu berücksichtigen.
Hierzu werden Positionierungs-
systeme, Sensoren, wissensbasierte Expertensysteme und Aktoren eingesetzt.
Auf diesen Seiten können Sie sich ausführlich zum Thema informieren.
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